Auftragsbedingungen
Fassung 23. August 2026
1. Wer hier wen beauftragt
Diese Bedingungen gelten für alle Aufträge an Die Software Zimmerer, Matthias Gattringer e.U., Lobmeyrgasse 5/2/42, 1160 Wien (im Folgenden „wir"). Auftraggeber ist, wer den Auftrag erteilt — Unternehmen ebenso wie Privatpersonen. Wo sich die Regeln für beide unterscheiden, steht es ausdrücklich dabei.
Abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn wir ihnen schriftlich zugestimmt haben. Dass wir eine Leistung erbringen, ist keine solche Zustimmung.
2. Wie ein Vertrag zustande kommt
Unsere Angebote sind bis zu dem darin genannten Datum verbindlich, sonst vier Wochen. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Auftraggeber das Angebot annimmt — schriftlich, per E-Mail oder dadurch, dass er die Arbeit ausdrücklich freigibt.
Was nicht im Angebot steht, ist nicht beauftragt. Zusätzliche Wünsche während der Arbeit sind willkommen, werden aber gesondert angeboten und verschieben vereinbarte Termine entsprechend.
3. Was wir schulden
Wir schulden die im Angebot beschriebene Leistung in fachgerechter Ausführung. Bei der Gestaltung schulden wir ein Ergebnis, das dem vereinbarten Zweck entspricht — nicht einen bestimmten Geschmack. Gestalterische Vorstellungen gehören vor Beginn ins Angebot, nicht in die Abnahme.
Termine sind verbindlich, sobald sie schriftlich zugesagt sind. Sie verschieben sich, solange wir auf Zulieferungen des Auftraggebers warten — siehe Punkt 4.
4. Was der Auftraggeber beitragen muss
Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten und inhaltliche Entscheidungen kommen vom Auftraggeber, sofern nichts anderes vereinbart ist. Er stellt sie rechtzeitig und in brauchbarer Form bereit.
Der Auftraggeber steht dafür ein, dass er die Rechte an dem hat, was er uns übergibt. Bilder aus einer Bildersuche sind in aller Regel nicht frei verwendbar. Werden wir wegen solcher Inhalte in Anspruch genommen, hält uns der Auftraggeber schad- und klaglos.
5. Preise und Zahlung
Es gelten die Preise des Angebots. Wir sind Kleinunternehmer im Sinn des § 6 Abs. 1 Z 27 UStG; Umsatzsteuer wird daher nicht ausgewiesen. Der genannte Betrag ist der Endpreis.
Rechnungen sind binnen 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen. Bei größeren Projekten vereinbaren wir Teilzahlungen; sie stehen dann im Angebot.
Gerät ein Auftraggeber in Verzug, gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Gegenüber Unternehmern kommen die Kosten zweckentsprechender Betreibungsmaßnahmen dazu.
6. Wem die fertige Arbeit gehört
Die Nutzungsrechte an dem für den Auftraggeber erstellten Werk gehen mit vollständiger Bezahlung auf ihn über. Bis dahin bleiben sie bei uns. Das betrifft Gestaltung, Aufbau und den von uns erstellten Programmcode für dieses Projekt.
Nicht übertragen werden Rechte an Dritten gehörenden Bestandteilen — Schriften, Bildern, Erweiterungen, Bausteinen — sowie an unseren allgemeinen Werkzeugen und Vorlagen, die wir projektübergreifend verwenden. Für solche Bestandteile gelten die Bedingungen ihrer Urheber; wir nennen sie auf Verlangen.
Wir dürfen die fertige Arbeit als Referenz nennen und abbilden. Wenn der Auftraggeber das nicht möchte, genügt eine formlose Mitteilung.
7. Wartung und Betrieb
Wird ein Wartungsvertrag geschlossen, umfasst er:
- Betrieb der Website auf einem von uns bereitgestellten Server, samt Verschlüsselungszertifikat
- Aktualisierungen der eingesetzten Software und Behebung bekannt gewordener Sicherheitslücken
- regelmäßige Datensicherung und Wiederherstellung im Störungsfall
- Inhaltsänderungen bis zu 30 Minuten Aufwand je Monat — etwa Texte, Bilder, Öffnungszeiten, Kontaktdaten
Nicht enthalten sind Neugestaltung, zusätzliche Unterseiten, das Erstellen von Texten und Bildern, die Anbindung fremder Systeme sowie die Pflege der Rechtstexte des Auftraggebers. Solche Arbeiten bieten wir gesondert an.
Die 30 Minuten werden nicht angesammelt und nicht in den Folgemonat übertragen. Wir sagen vorher Bescheid, wenn ein Wunsch darüber hinausgeht — niemand bekommt von uns eine Rechnung, mit der er nicht gerechnet hat.
Wir bemühen uns um durchgehende Erreichbarkeit, schulden aber keine bestimmte Verfügbarkeit. Auf Störungen reagieren wir an Werktagen ehestmöglich.
8. Laufzeit und Kündigung der Wartung
Der Wartungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einem Monat zum Monatsende gekündigt werden, formlos in Textform.
Nach Vertragsende geben wir den Datenbestand in einem gängigen Format heraus und löschen ihn danach binnen 30 Tagen. Der Auftraggeber sorgt rechtzeitig für den weiteren Betrieb seiner Website.
9. Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregeln. Wir beheben Mängel zunächst durch Verbesserung. Gelingt das nicht in angemessener Frist, stehen dem Auftraggeber die weiteren gesetzlichen Rechte zu.
Kein Mangel ist, was auf Angaben oder Zulieferungen des Auftraggebers zurückgeht, auf Änderungen, die er selbst oder Dritte vornehmen, oder auf Störungen bei fremden Anbietern.
Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist ein Jahr ab Übergabe, und die Untersuchungs- und Rügeobliegenheit des Unternehmensgesetzbuchs gilt. Gegenüber Verbrauchern bleibt es bei den gesetzlichen Fristen (§ 933 ABGB).
10. Haftung
Wir haften für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für leichte Fahrlässigkeit haften wir gegenüber Unternehmern nicht; gegenüber Verbrauchern bleibt die Haftung für Personenschäden und für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten unberührt.
Für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Datenverlust haften wir gegenüber Unternehmern nicht. Der Auftraggeber sorgt für eigene Sicherungen seiner Inhalte; unsere Sicherungen ersetzen das nicht.
11. Datenschutz
Wie wir mit Daten umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.
Betreuen oder hosten wir Systeme des Auftraggebers und verarbeiten dabei personenbezogene Daten in seinem Auftrag, schließen wir zusätzlich einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Wir stellen ihn von uns aus bereit; er ist Bestandteil des Wartungsvertrags.
12. Rücktrittsrecht für Verbraucher
Verbraucher haben bei Verträgen, die ausschließlich über Fernkommunikation oder außerhalb unserer Geschäftsräume geschlossen werden, ein Rücktrittsrecht von vierzehn Tagen. Alles Nähere samt Muster-Formular steht in der Widerrufsbelehrung.
Wenn wir auf ausdrücklichen Wunsch schon vor Ablauf dieser Frist zu arbeiten beginnen, halten wir diesen Wunsch schriftlich fest. Tritt der Verbraucher danach zurück, ist die bis dahin geleistete Arbeit anteilig zu vergüten.
13. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende Schutzbestimmungen ihres Aufenthaltsstaates unberührt.
Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Unternehmern ist das sachlich zuständige Gericht in Wien. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt der Rest wirksam. An ihre Stelle tritt, was dem Gewollten wirtschaftlich am nächsten kommt.
14. Streitbeilegung
Wir sind weder verpflichtet noch bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Das schließt nicht aus, dass wir uns im Einzelfall darauf einlassen — reden ist billiger als streiten.